Schmiedekunst

Schmied bearbeitet Messerstahl auf dem Amboss. Im Hintergrund sieht man das Feuer in der kohlebefeuerten Esse.

Antrieb und Motivation des Schmieds für die Erschaffung von Messern war und ist die Faszination für die vor der Industrialisierung angewandte Technologie des Freiformschmiedens. Durch diese traditionelle Art des Schmiedens ohne vorgefertigte Formen nur mit Amboss und Hammer lassen sich einzigartige und nicht reproduzierbare Ergebnisse erzielen. 

Als Ausgangsmaterialien werden drei, fünf oder sieben Lagen Stahl und Eisen verwendet, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Legierungen verschiedene Eigenschaften besitzen. In der klassischen kohlebefeuerten Esse wird der Messerstahl zum Glühen gebracht, um ihn daraufhin falten und schmieden zu können. Gehärtet werden die Messer nachher im traditionellen Salzlauge-Wasserbad. Zum Schärfen und Polieren der Klingen wird eine Schleif- und Poliermaschine verwendet, an der diese handgeführt bearbeitet werden. Für die Griffe werden ausschließlich natürliche Materialien wie Holz, Horn oder Leder genutzt.

Die durch den zuvor beschriebenen traditionellen Herstellungsprozess geschmiedeten Messer, die den Ausgangspunkt des Kunstprojekts bilden, sind wie auch in der ursprünglichen Auffassung in erster Linie Werkzeuge, aber auch Bedeutungsträger und Überbringer von Botschaften und Schönheit.

Traditionelle kohlebefeuerte Esse
Messerklinge wird im traditionellen Salzlauge-Wasserbad gehärtet.
Messer werden für das Einpassen in die Griffe vorbereitet.
Messer wird in den Griff eingebrannt.
Messer wird abschließend an der Polier- und Schleifmaschine handgeführt bearbeitet.
Messerklinge wird an der Polier- und Schleifmaschine handgeführt bearbeitet.
Messerklinge wird im traditionellen Salzlauge-Wasserbad gehärtet.
Messer wird in der kohlebefeuerten Esse zum Einpassen in die Griffe erhitzt.
Lederstück wird als Übergang von Griff und Klinge angepasst.
Messergriff wird an der Polier- und Schleifmaschine handgeführt in seine endgültige Form gebracht.